Bilanz

03.03.2017

Volksbank Eisenberg erneut gewachsen

Die Volksbank Eisenberg schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem deutlichen Wachstum ab. Sowohl Bilanzsumme als auch das Kreditgeschäft weisen solide Steigerungsraten auf. Für den Vorstandsvorsitzenden Klaus Euler liegt der Erfolg des Kreditinstituts in einer starken regionalen Verankerung der Kunden und dem sich starker Beliebtheit erfreuenden sozial-ökologischen Geschäftsmodell der Tochter EthikBank begründet.

Die Bank ist weiterhin auf Erfolgskurs. Das belegen die Zahlen des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2016. Demnach wuchs die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank erneut überdurchschnittlich um 6% auf rund 400 Mio. EUR. Im Kreditgeschäft konnte die Bank im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf nunmehr 108 Mio. EUR zulegen. Vor allem Immobilienkredite sorgten mit einem Anteil von 73% am Kreditneugeschäft für das Wachstum.

Die Risikosituation der Bank ist gekennzeichnet durch ein risikoarmes Kreditgeschäft, dass im Jahr 2016 keinerlei Kreditausfälle zu verzeichnen hatte; vielmehr konnte Risikovorsorge in einer Größenordnung von 2,1 Mio. EUR aufgelöst werden.

Das Eigenkapital wird von 28,4 Mio. EUR um 16% auf 32,9 Mio. EUR aufgestockt. Die aufsichtsrechtliche Eigenkapitalquote nach Gewinnverwendung liegt damit mit 27,3% der Risikoaktiva deutlich über dem Branchendurchschnitt und ist doppelt so hoch wie die aufsichtsrechtlich geforderte Eigenkapitalquote.

Aufgrund einer deutlich reduzierten Risikovorsorge liegt das Betriebsergebnis nach Bewertung mit 3,9 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Der Überschuss ist zur Rücklagendotierung vorgesehen.

Doch der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Eisenberg, Klaus Euler, will nicht verschweigen, dass sich erfolgreiche Bilanzen derzeit immer schwerer erreichen lassen. So verzeichnete die Bank im vergangenen Jahr einen um vier Prozent gesunkenen Zinsertrag – herbeigeführt durch die andauernde Negativzinssituation. Zwar steuert das Kreditinstitut diesen sinkenden Einnahmen durch effiziente Unternehmensabläufe entgegen, doch die Regulierungswut der Europäischen Union (EU) bremst diese Bemühungen tagtäglich aus. Klaus Euler findet deutliche Worte: „Wir brauchen innerhalb der EU eine Revitalisierung der Freiheit durch Verantwortung bei Unternehmen und Bürgern. Eigenverantwortung und Vielfalt bringen Gesellschaften nach vorne, nicht Vereinheitlichung und Konditionierung ihrer Bürger und Unternehmen.“

Bankenregulierung sei unbestreitbar notwendig, doch müsse sie sich auf klare und wirkmächtige Kernforderungen, wie etwa angemessene Eigenkapitalquoten, fokussieren, statt auf Vorschriften, die mit der Lebensrealität von mittelständischen Banken und deren Kunden nichts zu tun haben.

Umso wichtiger ist es für das Kreditinstitut, auch in Zukunft Ihre regionalen Filialen und ihre alternative Geschäftspolitik beizubehalten. „Wir werden auch in einem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld in Europa und Amerika Kurs halten und weiterhin nur in Staaten und Unternehmen investieren, die politische und zivile Grundrechte garantieren und sich zu den wichtigen Militär- und Umweltkonventionen bekennen“, sagt Klaus Euler.

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