Zweifache Hilfe

21.09.2015

So viele Asylsuchende wie nie zuvor leben derzeit in der Thüringer Landesaufnahmestelle in Eisenberg. Die Flüchtlinge unterzubringen, zu versorgen und ihnen die Möglichkeit zu geben, zur Ruhe zu kommen, stellt die Mitarbeiter der Einrichtung und die lokale Gesellschaft vor eine besondere Herausforderung. Auch die Volksbank Eisenberg möchte den Menschen beim Ankommen zur Seite stehen. Deshalb spendet sie Schreibwaren im Wert von 800 Euro an die Erstaufnahmeeinrichtung.

    Volksbank Eisenberg stellt Schreibwaren für Flüchtlinge zur Verfügung

    In erster Linie handelt es sich dabei um Blöcke, Hefte und Stifte. „Nach einer ersten Sammlung von Sachspenden hier in der Volksbank, bei der vor allem Kleidung und Spielzeug zusammengetragen wurden, haben wir uns erkundigt, was derzeit sonst noch benötigt wird“, erklärt die Volksbankmitarbeiterin und Initiatorin der Aktion Jeannine Prüfer. Unter anderem stehen Büromaterialien ganz oben auf der Liste. „Nach der Ankunft in der Landesaufnahmestelle haben die Neuankömmlinge zunächst viel Bürokratie zu bewältigen. Ausgestattet mit entsprechendem Schreibmaterial können sie sich dabei ihre Notizen machen“, erklärt Anke Blumentritt von der Thüringer Landesaufnahmestelle in Eisenberg. „Um anfänglich bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung deutsch zu lernen, ist es für die Asylbewerber außerdem unabdingbar, sich Aufzeichnungen zu machen – an entsprechenden Kursen können sie sowohl in als auch außerhalb der Einrichtung teilnehmen. Schreibmaterial ist auch hier nötig.“ Und natürlich sind Malen und Zeichnen immer auch willkommene Freizeitbeschäftigungen für Kinder.

    Mit der Spende kann die Volksbank Eisenberg gleich zweifach helfen. Denn die Schreibwaren hat sie zum überwiegenden Teil von Schülern des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Eisenberg gekauft, die das Papier wiederum von einem Großmarkt erhalten haben, der es aufgrund kleinerer Mängel selbst nicht anbieten kann. Das Geld landet in der Abi-Kasse und trägt zur Finanzierung des Abiballs sowie des traditionellen Abitheaters bei. „Wir freuen uns, dass wir so schnell das Büromaterial verkaufen und dadurch gleichzeitig auch noch etwas G-utes für die Flüchtlinge tun konnten“, sagt Manja Blumentritt, die gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Anne Krause die Aktion ins Leben gerufen hat. Die Abiturienten werden Papier und Stifte auch zur Landesaufnahmestelle transportieren – zusammen mit anderen Sachspenden, wie Handtüchern, Bettwäsche und Kleidung, die die Schüler des Gymnasiums in den vergangenen Tagen gesammelt haben.

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